Alles über Schönheitschirurgie in Österreich

In allen Kulturen geht die Wahrnehmung von Schönheit mit Jugendlichkeit Hand in Hand. Langanhaltende Schönheit ist längst nicht mehr Hollywood vorbehalten.

Die beliebtesten Schönheitsoperationen

Im Jahr 2015 wurden weltweit rund 22 Millionen Schönheitsoperationen durchgeführt. Die beliebteste ästhetische Schönheitsoperation ist mit rund 1,5 Millionen Eingriffen weltweit die Brustvergrößerung, auch Mamma-Augmentation genannt. Das Land, dessen Einwohner sich am häufigsten für eine chirurgische Nachbesserung von Körper oder Gesicht entscheiden, ist die USA – dicht gefolgt von Brasilien. Insgesamt entfällt ein Drittel der weltweit durchgeführten OPs auf diese beiden Länder. Der Großteil der Patienten, die eine Schönheitsoperation durchführen lassen, sind Frauen – insgesamt stellen sie 86 % der Patienten. Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren, das durchschnittliche Alter von Botox-Behandlungen liegt bei 48 Jahren. Der typische Patient des Plastischen Chirurgen ist also weiblich, relativ jung und mit überdurchschnittlichem Einkommen ausgestattet. Allerdings sind nur 54 % der Patienten mit dem ästhetischen Ergebnis sehr zufrieden.

Der häufigste Eingriff in Deutschland war die Augenlidstraffung mit 54.000 Eingriffen, gefolgt von der Brustvergrößerung und rund 40.000 Fettabsaugungen. Wurden in den USA im Jahr 2015 310.000 Brustvergrößerungen durchgeführt, waren es in Deutschland nur 53.000 mit durchschnittlichen Kosten von 5.800 Euro. Insgesamt legen sich in Deutschland jährlich etwa 550.000 Personen unter das Messer.

Die häufigsten Schönheitsoperationen bei Frauen weltweit:


Die häufigsten Schönheitsoperationen bei Männern weltweit:


  • Lidstraffung
  • Fettabsaugung
  • Andere Operationen
  • Faltenbehandlung mit Botox
  • Nasenkorrektur
  • Bauchdeckenstraffung
  • Kinnkorrektur
  • Faltenunterspritzung
  • Facelift
  • Brustverkleinerung

550.000 Schönheits-OPs in Deutschland, 40.000 in Österreich

Und das Geschäft mit der Schönheit boomt – die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie erwartet, dass die Zahlen weiter ansteigen werden. Auch in Österreich unterziehen sich pro Jahr etwa 40.000 Personen einem ästhetisch-chirurgischen Eingriff. Rund 90 % davon sind Frauen. Sehr hohe Anstiege bei Patientenzahlen gibt es bei der Faltenbehandlung mit Botox. Während große kosmetische Operationen, wie etwa die Brustvergrößerung auch finanziell sehr aufwändig sind, können sich kleinere Eingriffe, wie eben die Behandlung mit Botox, Fruchtsäurepeelings oder Unterspritzungen mit Hyaluronsäure, inzwischen auch Personen mit durchschnittlichem Einkommen leisten. Damit wird die Schönheitsoperation auch für die Mittelschicht zum Thema.

Chancen, Risiken und Kosten der häufigsten ästhetisch-plastischen Eingriffe

Während Faltenbehandlungen mit Fillern oder mit Botox relativ risikoarm sind, bergen größere Veränderungen, wie etwa die Fettabsaugung, die Brustvergrößerung oder die Lidstraffung, durchaus Risiken. Jeder, der sich einer OP unterzieht, sollte sich dessen bewusst sein. Auch wenn das OP-Risiko durch verbesserte Anästhesieformen und durch minimalinvasive Techniken in den vergangenen Jahren stets gesunken ist, bleibt stets ein Restrisiko. Etwa 20 % der Patienten, die sich einem Eingriff unterzogen haben, haben anschließend mit unschönen Narben, schmerzhaften Schwellungen und Blutergüssen zu kämpfen.

  • Brustvergrößerung
    Die Mamma-Augmentation ist der am häufigsten nachgefragte Beauty-Eingriff bei Frauen. In der Regel werden Silikongel-Implantate entweder submuskulär, subglandulär oder subfascial in die Brust versetzt, auch das „Aufspritzen“ der Brust durch Eigenfett ist möglich. Die Operation findet unter Vollnarkose und in der Regel stationär statt.
    Kosten: Zwischen 6.000 und 8.000 Euro
    Risiken: Kapselfibrose, Wundheilungsstörungen, Blutungen, Infektionen

  • Lidstraffung
    Die Augenkorrektur und Lidstraffung kann Schlupflider beseitigen, Tränensäcke zum Verschwinden bringen und den Blick frischer und wacher werden lassen. Meist erfolgt die Lidstraffung unter Lokalanästhesie und in Dämmerschlaf.
    Kosten: Zwischen 1.500 und 3.000 Euro
    Risiken: Störungen des Lidschlusses, Augentrockenheit, abstehendes Unterlid, vermehrte Tränenproduktion, Sehstörungen

  • Fettabsaugung
    Es gibt Fettpölster, die wollen selbst bei strenger Diät und ausreichend Sport nicht schwinden: Etwa die berüchtigten „Reiterhosen“ oder das Bäuchlein. Bei der Liposuktion werden Fettzellen mithilfe der Tumeszenztechnik mit Spezialkanülen abgesaugt. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose und stationär.
    Kosten: Zwischen 2.500 und 6.000 Euro (abhängig von abgesaugter Fettmenge und Methode)
    Risiken: Asymmetrisches Ergebnis, Dellen, Wundheilungsstörungen, Nachblutungen, Infektionen, Verletzung von Nerven oder Muskeln
  • Faltenbehandlung mit Fillern
    Gut verträglich und biologisch abbaubar – immer öfter werden Filler zur Unterspritzung von Falten eingesetzt, vor allem das Zuckermolekül Hyaluronsäure. Bei sachkundiger Unterspritzung sind Nebenwirkungen selten. Nach vier bis zehn Monaten muss die Behandlung wiederholt werden, damit der unterfütternde Effekt erhalten bleibt.
    Kosten: ab 350 Euro pro Behandlung
    Risiken: Hämatome, Schwellungen, allergische Reaktionen, Asymmetrien

  • Faltenbehandlung mit Botox
    Seit rund 20 Jahren wird Botox, genauer Botulinumtoxin A, ein neurotoxisches Protein, das die Impulsübertragung zwischen Nerv und Muskel lähmt, für die Faltenbehandlung eingesetzt. In der Regel werden gute Ergebnisse erzielt, der maximale Effekt der Behandlung tritt nach etwa einer Woche ein. Die Wirkungsdauer liegt bei vier Monaten, dann muss nachgespritzt werden.
    Kosten: ab 250 Euro pro Behandlung
    Risiken: Asymmetrien, unerwünschte Lähmung benachbarter Muskelpartien, übermäßige Entspannung der Muskulatur, Schluck- oder Atemstörungen.
  • Tipp:  Jeder Eingriff birgt Risiken – das gilt auch für Schönheitsoperationen. Plastische Operationen, die unter Vollnarkose durchgeführt werden, bergen neben den spezifischen Komplikationen das Risiko einer Embolie oder der Thrombose und somit ein Risiko für Leib und Leben. Wichtig ist, dass Patienten sich an einen Arzt mit Facharztausbildung in Plastischer Chirurgie wenden.
    Achtung: Jeder Arzt darf sich Schönheitschirurg nennen! Wenden Sie sich an einen Plastisch-Ästhetischen Chirurgen. Fragen Sie nach seiner Erfahrung, nach absolvierten Fortbildungen und achten Sie darauf, im Beratungsgespräch alle wesentlichen Informationen, etwa auch zur Nachsorge, zu erhalten.
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